Als Universitätsprofessor habe ich nach § 9 Abs. 2 des Abgeordnetengesetzes das Recht, auch während meiner Zeit als Bundestagsabgeordneter an einer Universität zu forschen und zu lehren. Ich habe mich entschieden, das zu tun und werde weiterhin an der Universität Hamburg tätig sein.

 

Warum?

Zunächst einmal baut meine politische Arbeit in wesentlichen Teilen auf meinen Vorarbeiten in der Wissenschaft auf: Als Mitglied des Rechts-, Europa- und Finanzausschusses arbeite ich genau in den Feldern, in denen ich in den zurückliegenden Jahren geforscht, veröffentlicht und gelehrt habe und teilweise auch als Gutachter beratend tätig war oder als Schiedsrichter in Schiedsverfahren mitgewirkt habe. In diesen Bereichen bin ich bereits mehrmals als Sachverständiger für den Deutschen Bundestag oder die Bundesregierung tätig gewesen.

Um dieses Wissen frisch zu halten, muss es kontinuierlich aktualisiert werden. Nur wenn ich weiter wissenschaftlich arbeite, kann ich neueste Erkenntnisse aus diesem Bereich unmittelbar in die parlamentarische Arbeit einbringen. Außerdem ist es mir wichtig, Jurastudenten die reale Rechtspolitik nahe zu bringen. Deshalb werde ich auch in Zukunft Seminare veranstalten (möglicherweise sogar in Berlin) und Doktoranden betreuen.

 

Kontakt zur "normalen Arbeitswelt" behalten

Schließlich halte ich es ganz allgemein  für unabdingbar, den Kontakt zur normalen Arbeitswelt aufrecht zu erhalten und mich fachlich immer auf dem neuesten Stand zu halten. Sonst wäre mir eine Rückkehr in meinen „zivilen Beruf“ nicht mehr oder nur noch schwer möglich – und ich würde von der Politik abhängig. Das will ich vermeiden.

Meine universitären Bezüge werden übrigens nach § 29 Abs. 1 Satz 1 des Abgeordnetengesetzes auf meine Diäten als Bundestagsabgeordneter angerechnet; diese werden also entsprechend gekürzt. Nähere Informationen zu meinen Nebentätigkeiten und weitere veröffentlichungspflichtige Angaben finden Sie auf der Homepage des Bundestages.

Wenn Sie mehr über die Diäten und Entschädigungen für Mitglieder des Deutschen Bundestages wissen wollen, dann können Sie hier nachlesen.