"Wir müssen dafür kämpfen, dass unser Verständnis der Religionsfreiheit Vorbildcharakter hat." Das und mehr habe ich am Montagmorgen im Deutschlandfunk anlässlich der Anschläge auf die christlich-koptische Minderheit in Ägypten gesagt. Zu hören und zu lesen ist das Interview hier. Gleichzeitig warten einige Hundert Kopten in Deutschland darauf, dass sie hier als Flüchtlinge anerkannt werden und bleiben dürfen. Ihre Asylanträge sollten meiner Meinung nach noch einmal genauer geprüft werden. Diese Forderung hat die Rheinische Post Online aufgegriffen und auch Katholisch.de sowie evangelisch.de berichteten. Im Interview mit dem Kölner Domradio habe ich jedoch klargestellt, dass ich nicht davon ausgehe, dass nun verstärkt christliche Kopten nach Deutschland kommen werden. Für die meisten Menschen gilt, dass sie in ihrer Heimat bleiben wollen und dort sicher leben möchten. Wir müssen und werden darauf hinwirken, dass sie diese Sicherheit wieder erlangen. Was wir sehen, ist die Spitze eines Eisberges. Das sind die Fälle der besonders stark Verfolgten, die in ihrem Land keinerlei Chance mehr sehen.

Der USA Newsblog des Tagesspiegels berichtete am 1. Februar von meiner Warnung, dass eine Bevorzugung christlicher Flüchtlinge diese in ihren Herkunftsländern weiter unter Druck setzen könnte. Die Meldung geht zurück auf einen Brief an den US-amerikanischen Präsidenten Donald Trump. Darin bitte ich ihn im Namen des Stephanuskreises, seine Entscheidung über die Bevorzugung von Christen noch einmal zu überdenken - im Sinne der Religionsfreiheit und im Sinne des friedlichen Zusammenlebens der Völker. Auch das christliche Medienmagazin pro berichtete.

Im Interview mit dem Domradio habe ich am 8. Februar noch einmal erklärt, warum ich diese Befürchtung habe. Das Gespräch ist auf Domradio.de nachzulesen.

"Die Verfolgung der Christen weltweit hat nach Darstellung der international agierende evangelikale Organisation Open Doors erneut stark zugenommen", schreibt die B.Z. und berichtet auch über die Reaktion des Stephanuskreises: "Der Stephanuskreis der CDU/CSU-Bundestagsfraktion bewertet den aktuellen Bericht als besorgniserregend." Den gesamten B.Z.-Artikel lesen Sie hier online.

Im Gespräch mit dem Domradio habe ich zudem gesagt, dass die Zahlen, die Open Doors liefert, durchaus umstritten seien, da die Erhebung mit Schwierigkeiten verbunden sind. Weder die Evangelische noch die Katholische Kirche führt beispielsweise solche Zahlen auf. Aber die Indikatoren, die wir in der ganzen Welt erleben, und die sich auch mit den Rückmeldungen bei uns decken, sind, dass die Verfolgung von Christen zunimmt. Lesen Sie den ausführlichen Bericht auf Domradio.de.

Das christliche Medienmagazin pro zitiert mich unter anderem mit den Worten: "Wir müssen diese Verfolgung von Christen noch ernster nehmen. Keine Nation darf ihren Bürgern den Glauben diktieren. Erst recht nicht, wenn es laut Verfassung eine säkulare und pluralistische Demokratie ist."

Die Tagespost schreibt: "Hirte warb dafür, sich die Maxime des katholischen Geistlichen Jacques Mourad zu eigen zu machen, der vor knapp einem Monat im Stephanuskreis zu Gast war: (...) Der Weg zum Frieden führt nur über den Dialog."

Einen guten Überblick über die unterschiedlichen Meinungen zum Weltverfolgungsindex von Open Doors liefert die Deutsche Presse Agentur (dpa). T-online.de hat den Bericht veröffentlicht. 

Wie das christliche Medienmagazin pro richtig berichtet, habe ich die Jahrbücher "Religionsfreiheit 2016" und "Verfolgung und Diskriminierung von Christen 2016" erhalten. Das Werk dient mir als wichtige Grundlage für meine politische Arbeit im Stephanuskreis. In einem Geleitwort zu dieser Ausgabe betone ich: "Wer für unterdrückte Christen kämpft, muss auch für andere diskriminierte Religionen einstehen."

In den vergangenen Tagen gab es große Aufregung um eine Anordnung der türkischen Schulleitung eines Istabuler Elite-Gymnasiums an die deutsche Abteilung der Schule. Zahlreiche Medien berichteten von einer E-Mail der Leitung der deutschen Abteilung der Schule an das Kollegium mit den Worten: „Es gilt nach Mitteilung der türkischen Schulleitung eben, dass ab sofort nichts mehr über Weihnachtsbräuche und über das christliche Fest im Unterricht mitgeteilt, erarbeitet sowie gesungen wird.“ Die türkische Seite dementierte, die Schulleitung kritisierte aber, die deutschen Lehrer hätten im Unterricht „vor allem in den letzten Wochen Texte über Weihnachten und das Christentum auf eine Weise behandelt, die nicht im Lehrplan vorgesehen ist“. In Deutschland löste das einen Sturm der Entrüstung aus. Auch ich habe mich als Vorsitzender des Stephanuskreises auf Facebook und Twitter zu dem Fall geäußert. Mittlerweile scheint der Streit beigelegt, was bleibt ist ein fahler Nachgeschmack. Warum das Thema Religionsfreiheit in der Türkei damit nicht zu Ende diskutiert ist, erkläre ich in einem Interview mit katholisch.de.

 

 

Die Bundesregierung hat bekanntlich erstmals einen Bericht zur weltweiten Lage der Religions- und Weltanschauungsfreiheit vorgelegt. Warum dieser nötig war, wie ich ihn finde und warum es sinnvoll ist, sich um das Recht der Glaubensfreiheit zu bemühen, auch wenn sich mancherorts religiöse Auseinandersetzungen mit ethnischen vermischen, erkläre ich im Interview mit dem Monatsmagazin der CDU/CSU-Bundestagsfraktion "Fraktiondirekt".