In den vergangenen Tagen gab es große Aufregung um eine Anordnung der türkischen Schulleitung eines Istabuler Elite-Gymnasiums an die deutsche Abteilung der Schule. Zahlreiche Medien berichteten von einer E-Mail der Leitung der deutschen Abteilung der Schule an das Kollegium mit den Worten: „Es gilt nach Mitteilung der türkischen Schulleitung eben, dass ab sofort nichts mehr über Weihnachtsbräuche und über das christliche Fest im Unterricht mitgeteilt, erarbeitet sowie gesungen wird.“ Die türkische Seite dementierte, die Schulleitung kritisierte aber, die deutschen Lehrer hätten im Unterricht „vor allem in den letzten Wochen Texte über Weihnachten und das Christentum auf eine Weise behandelt, die nicht im Lehrplan vorgesehen ist“. In Deutschland löste das einen Sturm der Entrüstung aus. Auch ich habe mich als Vorsitzender des Stephanuskreises auf Facebook und Twitter zu dem Fall geäußert. Mittlerweile scheint der Streit beigelegt, was bleibt ist ein fahler Nachgeschmack. Warum das Thema Religionsfreiheit in der Türkei damit nicht zu Ende diskutiert ist, erkläre ich in einem Interview mit katholisch.de.