"Wir müssen dafür kämpfen, dass unser Verständnis der Religionsfreiheit Vorbildcharakter hat." Das und mehr habe ich am Montagmorgen im Deutschlandfunk anlässlich der Anschläge auf die christlich-koptische Minderheit in Ägypten gesagt. Zu hören und zu lesen ist das Interview hier. Gleichzeitig warten einige Hundert Kopten in Deutschland darauf, dass sie hier als Flüchtlinge anerkannt werden und bleiben dürfen. Ihre Asylanträge sollten meiner Meinung nach noch einmal genauer geprüft werden. Diese Forderung hat die Rheinische Post Online aufgegriffen und auch Katholisch.de berichtete. Im Interview mit dem Kölner Domradio habe ich jedoch klargestellt, dass ich nicht davon ausgehe, dass nun verstärkt christliche Kopten nach Deutschland kommen werden. Für die meisten Menschen gilt, dass sie in ihrer Heimat bleiben wollen und dort sicher leben möchten. Wir müssen und werden darauf hinwirken, dass sie diese Sicherheit wieder erlangen. Was wir sehen, ist die Spitze eines Eisberges. Das sind die Fälle der besonders stark Verfolgten, die in ihrem Land keinerlei Chance mehr sehen.