In der Zeitschrift der katholischen Militärseelsorge "Kompass" habe ich einen Kommentar zum Thema Christenverfolgung veröffentlicht. Darin erläutere ic, was es mit uns zu tun hat, wenn Christen in emotional so fernen Ländern wie dem Irak oder Syrien um ihr Überleben kämpfen – Ich glaube: eine Menge! Als Christen dürfen wir nie wegschauen, wenn Menschen auf so brutale Art und Weise vertrieben oder gar abgeschlachtet werden.

Die Journalistin Susanne Güsten schreibt in ihrem Artikel "Neuer Ärger in alter Heimat" in der Zeitung "Das Parlament" vom 8. Dezember 2015 über Tausende aramäische Bundesbürger, die Stück für Stück ihres Landeigentums in Tur Abdin enteignet werden. Eine Rückkehr wird damit immer unwahrscheinlicher. Der Landstrich im Südosten der Türkei ist die historische Heimat der syrisch-orthodoxen Christen, die auch Aramäer oder Assyrer genannt werden und zu den ältesten christlichen Völkern der Welt zählen. Als Vorsitzender des Stephanuskreises komme auch ich in dem Artikel zu Wort und betone, dass die Bundesrepublik, meiner Meinung nach, verpflichtet ist, auf die Türkei einzuwirken.

Um die Themen Christenverfolgung und Religionsfreiheit dreht sich das neue „Jahrbuch Verfolgung und Diskriminierung von Christen 2014“, das Sie hier kostenlos runterladen können. Ich habe als Vorsitzender des Stephanuskreises das Vorwort dafür geschrieben. Viel Spaß beim Lesen kann man in diesem Fall nicht wünschen, aber viel Informationsgewinn wird Ihnen sicher beschert.

Die katholische Hilfsorganisation "Kirche in Not" hat ihren jüngsten Bericht zur Lage der Religionsfreiheit weltweit veröffentlicht. Er zeigt: In 116 Ländern der Erde ist die Situation besorgniserregend, in 55 Staaten hat sich die Religionsfreiheit im Vergleich zum Vorjahr "verschlechtert" oder "signifikant verschlechtert". Der komplette Bericht ist hier abrufbar.

Ein ganz wichtiger Termin für den Stephanuskreis in den zurückliegenden Sitzungswochen war der Besuch einer Schülergruppe aus dem Landkreis Neu-Ulm. Die 16 Jugendlichen hatten im Rahmen eines Projektseminars 10.728 Unterschriften gesammelt, um auf die Situation junger bedrängter Christen aufmerksam zu machen. Diese Unterschriften wird Heribert Hirte nun an die Bundeskanzlerin weiterleiten, damit das Anliegen der Schülerinnen und Schüler auf höchster Ebene Gehör findet. Die Aktion „Sie sind wie wir“ (Mehr Infos unter www.sie-sind-wie-wir.de) fand großen Anklang in der Presse: Das Internetportal katholisch.de berichtete ebenso wie das Pro Medienmagazin und die Nachrichtenagentur KNA. Einen ausführlichen Bericht brachte auch die Zeitschrift der CDU/CSU-Bundestagsfraktion „Fraktion direkt“ auf der letzten Seite. Ein schöner Erfolg also für die Jugendlichen – und den Stephanuskreis!

Ich habe ihn selbstverständlich mitunterzeichnet, den offenen Brief eines breites Bündnisses aus Politikern, Menschenrechtlern und Religionsgemeinschaften, die mehr Soforthilfen für die verfolgten Minderheiten im Nordirak fordern. Der Brief wurde zunächst in der Zeitung "Die Welt" veröffentlicht. Den kompletten Artikel der "Welt" finden Sie hier. Das Thema wurde von etlichen anderen Medien aufgegriffen.