Aus Anlass der massiven Einschränkungen im Nachgang zu dem Putschversuch vom 15. und 16. Juli 2016 in der Türkei zeigt sich der Vorsitzende des Stephanuskreises, Heribert Hirte, besorgt über die Folgen gerade auch für die Religionsfreiheit. So sollen u.a. Pro-Erdogan-Demonstranten am 19. Juli 2016 in Trabzon die dortige Marienkirche angegriffen haben.


Dazu hat sich Hirte in einem Brief an Staatspräsident Erdoğan klar positioniert „Die Ausrufung des Notstandsrechts darf nicht dazu genutzt werden, Einschnitte in das Innerste, in den Glauben Ihrer Bürgerinnen und Bürger zu rechtfertigen. In gleicher Weise darf auch der Schutz von Gläubigen und religiösen Stätten gegen Angriffe von anderen Bürgerinnen und Bürgern, nicht hinter anderen Sicherheitsmaßnahmen anstehen“. Er wendet sich direkt an Präsident Erdogan mit den Worten „Muslime aller Konfessionen, seien es Sunniten, Schiiten oder Aleviten, aber auch Christen und Juden müssen weiterhin ihren Glauben frei, öffentlich und ohne staatliche Einmischung in der Türkei leben und praktizieren können. Mitbürgerinnen und Mitbürger, insbesondere auch solchen mit türkischen Wurzeln, schätzen in Deutschland die grundgesetzlich verbürgte – positive wie negative – Religionsfreiheit und erwarten von Ihnen als Oberhaupt eines modernen Staates das unbedingte Bekenntnis zu ihr.“


Zur aktuellen Debatte in Deutschland über die Anerkennung von DITIB oder deren Moscheevereine als öffentlich-rechtliche Körperschaften ergänzt er: „Die Anerkennung dieser Institutionen als Körperschaften des öffentlichen Rechts schätze ich derzeit nicht als realistisch ein; denn formale Kernbedingung hierfür ist zunächst einmal die Identifizierung ihrer Mitglieder. Dies ist aber bei vielen Moscheegemeinden nicht der Fall. Auch die Zuverlässigkeit in Bezug auf ihre Rechtstreue müsste sehr intensiv und ergebnisoffen geprüft werden.“

Lesen Sie hier mein aktuelles Presse-Statement zu diesem Thema.

Den offenen Brief finden Sie hier.

Wir müssen sichergehen, dass Christen auch in solchen Unterkünften sicher vor Diskriminierung sind, wo die Träger nicht christlich sind. Denn auch wenn Übergriffe und andere Bedrohungen nur vereinzelt stattfinden, müssen wir uns um die Betroffenen kümmern.

Lesen Sie hier mein aktuelles Presse-Statement zu diesem Thema.

Der staatliche Islam-Rundfunk TRT-Diyanet nutzt im ‪Ramadan‬ ausgerechnet die Hagia Sophia in Istanbul als Moschee. Bereits das finde ich problematisch, weil das Gebäude nach seiner wechselvollen Geschichte als Museum eigentlich allen Religionen offen stehen soll. Dass der Istanbuler AKP-Abgeordnete Şamil Tayyar nun sagt, westliche Christen seien keine Freunde der Türken mehr, finde ich erschreckend!

Lesen Sie dazu meine aktuelle Pressemitteilung.

Die Menschenrechtsorganisation „Open Doors“ hat heute einen Bericht zu Übergriffen auf Christen und religiöse Minderheiten in deutschen Flüchtlingsheimen vorgestellt. Dazu erklären der kirchen- und religionspolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Franz Josef Jung, und ich, der Vorsitzende des Stephanuskreises, dass Maßnahmen zum Schutz religiöser Minderheiten derzeit umgesetzt werden.

Lesen Sie dazu die gesamte Pressemitteilung.

Ich möchte religiöse Minderheiten, aber auch andere Betroffene, wie beispielsweise Homosexuelle, besser vor Diskriminierung und Gewalt in den Flüchtlingsunterkünften schützen. In einem großangelegten Fachgespräch hatte sich die CDU/CSU-Bundestagsfraktion zu Beginn dieser Woche mit den Übergriffen auf religiöse Minderheiten in deutschen Flüchtlingsunterkünften befasst. Um Opfer tatsächlich schützen zu können, müssten nun eine Reihe von Punkten in den Bundesländern umgesetzt werden. Welche das sind, lesen Sie in dieser Pressemitteilung.

Millionen Menschen in einigen Ländern dieser Welt können das Osterfest nicht offen mit uns feiern, weil sie aufgrund ihres Glaubens mit massiven Anfeindungen rechnen müssen. Sie können ihre Religion nicht ausleben, weil der Staat oder auch nur die Gesellschaft das Menschenrecht der Religionsfreiheit nicht anerkennen. Nehmen wir diese Feiertage also zum Anlass, um ein Zeichen der Solidarität mit diesen bedrängten und verfolgten Christen zu setzen! Lesen Sie dazu meine gesamte Pressemitteilung.